• Florian Angstmann

Erstellung eines Testaments

Aktualisiert: 1. Dez 2020

Das Gesetz unterscheidet drei Arten von Testamenten:

  • das eigenhändige Testament

  • das öffentliche Testament

  • das mündliche Testament (Nottestament)

Das Testament bietet Ihnen die Möglichkeit, bis zu einem gewissen Grad von der gesetzlichen Erbfolge abzuweichen. So können Sie Personen begünstigen, die gesetzlich keinen Erbanspruch geltend machen könnten. Insbesondere unverheiratete Paare können so ihre Lebenspartner begünstigen und finanziell absichern.

Das eigenhändige Testament

Entscheidend für diese Form ist, dass das Dokument vollständig handschriftlich verfasst, datiert und unterschrieben wird. Gemeinsame Testamente sind nicht möglich, weshalb bspw. jeder Ehepartner sein eigenes Testament erstellen muss.


Die Angabe des Datums ist entscheidend für die Frage, wann das Testament verfasst wurde. So kann festgestellt werden, ob Sie zu diesem Zeitpunkt urteilsfähig waren.

Es ist zu empfehlen, auch den Ort der Unterzeichnung zu vermerken. Auch wenn dies kein zwingendes Formerfordernis darstellt, kann dadurch bewiesen werden, dass das Testament in der Schweiz verfasst wurde.


Ein öffentliches Testament

Das öffentliche Testament wird unter Mitwirkung von zwei unabhängigen Zeugen von einer Urkundsperson errichtet. Im Gegensatz zum eigenhändigen Testament können so auch Personen die nicht mehr in der Lage sind, selber zu schreiben oder zu lesen, ihren letzten Willen hinterlassen.

Ein besonderer Vorteil gegenüber dem eigenhändigen Testament besteht darin, dass die Urteilsfähigkeit des Erblassers in der Urkunde festgestellt wird.


Aufgrund der Mitwirkung der Urkundsperson fallen bei dieser Form des Testaments Gebühren an.


Das mündliche Testament

Diese Form des Errichtung eines Testaments kann nur in Notfällen aufgesetzt werden, namentlich wenn sich der Erblasser in unmittelbarer Lebensgefahr befindet. Der letzte Wille muss vom Erblasser gegenüber zwei Zeugen, die weder mit dem Verfasser verwandt noch im Testament begünstigt sein dürfen, vorgetragen werden.


Diese Zeugen müssen den letzten Willen unverzüglich durch eine Amtsstelle beurkunden lassen.


Möchten Sie ein Testament erstellen und haben erbrechtliche Fragen oder bestehen andere Unsicherheiten? Gerne unterstützen und beraten wir Sie in einem unverbindlichen Erstgespräch zu Ihrer Situation.